Wir verliessen Ulanbator in Richtung Süden, nachdem unsere
Vorräte, insbesondere Wasser und Benzin aufgestockt waren.
Die Strasse zeigte sich grösstenteils asphaltiert, wenn auch
mit heftigen Schlaglöchern versehen. Wir kamen gut voran und erreichten Mandalgobi,
eine kleine Stadt inmitten der Mongolei auf halbem Weg in Richtung Wüste Gobi
gelegen.
Wir campierten im Nichts, kochten bzw grillierten und
genossen unsere erste fast-Wüstennacht sowie den unglaublichen Sternenhimmel.
Am nächsten Tag erreichten wir mühelos Dalandzadgad wo
erneut die Vorräte aufgefüllt wurden. Unterwegs wurde die Landschaft immer
karger, wüstiger - dafür wurden wir mit Kamelen und abenteuerlichen Pisten
belohnt. Da die Wüstenschiffe nicht von der Strasse weichen wollten und weiter
aus einer schlammigen Pfütze ihre Höcker füllten, taten wir es ihnen gleich -
trinkpause mit Kamelen. Landy Urs meisterte alles perfekt, wenn uns auch ein
kleiner Schreckmoment nicht erspart blieb: der Motor stellte bei einem Fotostop
unvermittelt ab - das von der Holperpiste lose gewordene Batteriekabel war
jedoch schnell gefunden und ebenso schnell wieder an der Starterbatterie
montiert.
Wir verliessen Dalandzadgad noch am selben Abend - Westwärts
in die Berge mit dem Ziel Wüste/Khongoryn Els (markante Wanderdünen).
Erst viel später merkten wir, dass wir einen falschen Weg
eingeschlagen hatten. Doch der etwas beschwerlichere Weg über statt um die
Berge lohnte sich durchaus und unser "Navigationsgerät" (=sich von
Jurte zu Jurte durchfragen) gab uns Sicherheit. Wir campierten in einem schönen
Tal mit wilden Pferden.
Weiter gings und nun merkten wir, dass wir den falschen bzw
längeren Bergübergang erwischt hatten. Nach einigen Korrekturen und
Zusatzkilometern, stets auf tollsten Offroadpisten (erstmaliger Einsatz des
Reduktionsgetriebes!) erreichten wir Bayandalai, wo es wieder Wasser, Essen und
Benzin gab (letzteres war besonders wichtig, da auf diesen Pisten und mit dem
nur 92-Octan-Benzin Landy Urs sich gut und gern auch mal 30 Liter genehmigte).
Wir verliessen Bayandalay sofort wieder, weiter westwärts,
froh wieder auf Kurs zu sein. Wir fanden einen sensationellen
Übernachtungsplatz im Sand dieses unendlich weiten Tals.
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